Aktivieren

Gengar/Strategie

Aus PokéWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Typen
GeistIC.pngGeistGiftIC.pngGift
Fähigkeit
Tastfluch
Basiswerte
KP
60
Angr
65
Vert
60
SpA
130
SpV
75
Init
110
Tier
OU (Gen. 1–7)

Dieser Strategie-Artikel befasst sich mit diversen Nutzungsmöglichkeiten von Gengar in den Pokémon-Kämpfen der Hauptreihe. Dabei handelt es sich um eine beispielhafte Auswahl häufig genutzter Strategien, die keinesfalls eine Erfolgsgarantie aufweisen und prinzipiell nicht als besser erachtet werden können als selbst entworfene Strategien. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und beinhaltet Informationen, die auf Erfahrungswerten erfahrenerer Spieler basieren.

Für Strategien zu Mega-Gengar siehe Mega-Gengar/Strategie.

Allgemeines

Gengar ist das einzige Pokémon, welches von der ersten bis zur sechsten Generation durchgehend im OU war. Auch wenn es während Generation 7 für eine kurze Zeit im UU war, ist es mittlerweile wieder ins OU zurückgekehrt. Der Grund dafür sind seine außergewöhnlich guten Offensivfähigkeiten. Mit seiner Initiative gehört es zu den schnelleren Pokémon im OU. Sein Spezial-Angriff ist ebenfalls überdurchschnittlich, in Kombination mit seinem großen Movepool gibt es kaum Switch-Ins für Gengar. Zwar sind seine Defensivwerte allesamt unterdurchschnittlich, es kann jedoch einige nützliche Resistenzen und zwei Immunitäten aufweisen. Seine Fähigkeit hat sich in der 7. Generation von Schwebe zu Tastfluch geändert, wodurch Gengar eine weitere Schwäche erhalten hat.

Gute STAB-Attacken für Gengar sind Spukball, Bürde, Matschbombe, Giftschock und Schlammwoge. Mit Attacken von diesen beiden Typen können viele Stahl- und Unlichtpokémon noch nicht stark getroffen werden, sodass häufig Fokusstoß als Ergänzung der Coverage verwendet wird. Mithilfe von Geist- und Kampfattacken kann Gengar bereits jedes vorhandene Pokémon mindestens neutral treffen. Zur weiteren Verbesserung der Coverage können Donnerblitz, Energieball, Psychokinese, Zauberschein, Eissturm oder Kraftreserve verwendet werden. Zudem kann Gengar auch aus Irrlicht, Verhöhner, Delegator und Abgangsbund einen großen Nutzen ziehen.

Da Gengar aufgrund seiner schwachen Defensivwerte kaum neutralen Attacken standhalten kann, sollte es nur sehr selten in gegnerische Attacken einwechseln. Am besten kann Gengar durch Voltwechsel oder Kehrtwende in den Kampf gebracht werden, sodass es möglichst wenig Schaden nimmt. Zudem sollte Gengar bestenfalls erst eingewechselt werden, wenn seine Checks besiegt sind. Gengar muss jedoch sehr stark vor Attacken mit erhöhter Priorität, vor allem vor Tiefschlag, aufpassen, da diese aufgrund der geringen Defensive viel Schaden anrichten. Zudem stellt Verfolgung eine große Gefahr dar.

Spielweisen

Spezialangreifer

Gengar hat sich seit der ersten Generation zu jeder Zeit als hervorragender Spezialangreifer bewährt. Zwar besitzt es weniger Spezial-Angriff und Initiative als sein Konkurrent Simsala, jedoch zeichnet es sich durch eine Vielzahl an Resistenzen und Immunitäten aus. Insbesondere seine Feen-Resistenz macht Gengar zu einer soliden Antwort auf Feelinara oder Pixi, während es auch problemlos in Kampfattacken oder Toxine einwechseln kann. Spukball ist wie immer Gengars zuverlässiger STAB-Angriff mit guter Stärke, kaum resistenten Pokémon und einem praktischen Nebeneffekt. Insbesondere die fehlende Geist-Resistenz fast aller Stahl-Pokémon außer Caesurio macht Spukball zu einer praktischen und fast immer gefahrlos einsetzbaren Attacke, die zum Beispiel auch Panzaeron, Mega-Scherox oder Tentantel ziemlich hart trifft und einen Großteil der normal antreffbaren offensiven Pokémon problemlos mit maximal zwei Treffern besiegt. Gengars Gift-STAB hat einerseits durch die Existenz von Feen und andererseits durch Zugriff auf Schlammwoge eine neue Bedeutung gewonnen. Schlammwoge ist ein gutes Stück stärker als Spukball und somit Gengars stärkste Attacke. Leider ist Schlammwoge eine Event-Attacke, weswegen auch Matschbombe (sogar mit höherer Vergiftungschance) genutzt werden kann. Anstatt Matschbombe kann jedoch auch eine von Gengars vielen Coverageattacken wie Kraftreserve genutzt werden.

Fokusstoß eliminiert viele Unlicht-Pokémon, insbesondere Caesurio, Mega-Garados und Despotar, jedoch auch andere Ziele wie Normal-Pokémon (außer Chaneira und Heiteira); auch Heatran oder Tentantel fügt ein Fokusstoß enormen Schaden zu und Mamutel wird mit einem Treffer erledigt. Jedoch ist Fokusstoß sehr ungenau und riskant, weshalb Zauberschein als Attacke gegen Unlicht-Pokémon genutzt werden kann. Jedoch ist Zauberschein nur einfach sehr effektiv gegen Despotar und neutral gegen Caesurio, dafür jedoch sehr effektiv gegen Kampf-Pokémon wie Keldeo oder Offensivweste-Meistagrif, die Gengar sehr zusetzen können und außerdem eine starke Attacke gegen alle Drachen. Verhöhner blockt Selbstheilungen sowie Setup-Attacken, sodass Gengar damit insbesondere Staller sehr gut hinhalten und lahmlegen kann. Delegator hingegen schützt auch vor Statusproblemen, kann noch dazu Prediction vereinfachen und ist vor allem ein unglaublich wertvoller Schutz gegen Tiefschlag und damit gegen Caesurio. Jedoch verbraucht Delegator ziemlich viele KP, die Gengar dank seines Leben-Orbs sogar noch schneller verliert. Eissturm kann speziell defensive Skorgro sowie Demeteros besiegen, aber auch andere nervige Ziele wie zum Beispiel Iksbat und kann einwechselnde Wahlschal-Pokémon wie Despotar wieder verlangsamen. Energieball kann Morlord, Gastrodon oder Wasch-Rotom aus dem Kampf nehmen, wobei letzteres schon genug Schaden durch Schlammwoge nimmt und die ersteren kaum noch zu sehen sind und Morlord ohnehin schon viel Schaden durch Spukball nimmt.

Gengar kann dank seiner Typen gegen viele häufige Pokémon in Stallteams sowie ausgeglichenen Teams problemlos einwechseln, wie zum Beispiel gegen Skorgro ohne Abschlag, Kapilz, Pixi oder Mega-Bisaflor, und seine Gegner dann mit seinen starken Attacken terrorisieren. Gegen offensivere Teams kann Gengars fehlende Abwehr zwar schnell zu einer Belastung werden, da viel zu viele Angriffe es auf einen Schlag besiegen, jedoch kann es als Revenge-Killer oder dank seiner Vielzahl von Immunitäten meistens gut in den Kampf kommen und sein volles Zerstörungspotenzial gegen die meist fragileren Gegner entfesseln. Insbesondere per Wahlitem auf eine Kampf- oder Normal-Attacke festgesetzte Pokémon wie Keldeo geben Gengar nicht nur einen freien Wechsel, sie müssen auch selbst sofort auswechseln und setzen somit ein Teammitglied einer starken Attacke Gengars aus oder lassen es ungestört einen Delegator aufsetzen. Gengar benötigt oft Unterstützung von physisch robusten Pokémon, die Prioritätsattacken abfangen, ist jedoch ein begehrtes Teammitglied für Pokémon wie Azumarill oder Wahlschal-Demeteros, deren Hauptkonter als freie Wechsel für Gengar fungieren und auch von Gengar ausgeschalten werden.

Stallbreaker

Dieses Set wirkt ähnlich wie das Stallbreaker-Set von Mew und Mega-Zobiris, besitzt jedoch leider keine Form der Selbstheilung neben Leidteiler. Jedoch besitzt es sehr gute Initiative und einen auch ohne FP noch überdurchschnittlich hohen Spezial-Angriff, der Gengar viel mehr offensive Präsenz verschafft. Die Kombination aus Irrlicht und Verhöhner zieht viele Staller effektiv herunter und negiert ihre Selbstheilungen, insbesondere auch Überreste, die durch die Verbrennung ihre Wirkung verlieren. Spukball ist hier Gengars offensive Waffe und kann viele Gegner zuerst treffen, dabei ansehnlichen Schaden zufügen und gleichzeitig auch den Niedergang vieler Staller beschleunigen. Im letzten Slot kann ein Delegator Gengar einen Polster gegen Statusprobleme verschaffen und gleichzeitig gegnerische Schäden (insbesondere von verbrannten Zielen) etwas mindern. Besonders gegen Ziele wie Mega-Bisaflor oder Chaneira, die Gengar mit ihren offensiven Attacken kaum Schaden zufügen, kann Stallbreaker-Gengar oft gefahrlos Delegatoren aufsetzen und hinter diesen sicher neu eingewechselte Gegner verbrennen, während diese sich mit dem Delegator herumschlagen müssen. Besiegt Gengar einen Staller und hat dabei einen intakten Delegator, kann ein neu eingewechselter Revenge-Killer Gengar nicht sofort besiegen und wird entweder verbrannt oder muss einen starken Spukball einstecken. Leidteiler ist Gengars einzige Recovery, kann jedoch auf einen Schlag sowohl hohe Schäden anrichten, als auch Gengar effektiv heilen. Jedoch muss dafür entweder Delegator oder Verhöhner oder gar Spukball aufgegeben werden. Besonders letzteres ist nicht ratsam, da Gengar zwar dank seiner hohen Initiative (und eigenem Zugriff auf Verhöhner) kaum etwas vor gegnerischen Verhöhner-Nutzern zu befürchten hat, jedoch ohne Spukball nicht mehr in der Lage ist, gegen Verbrennungen gerüstete Gegner außer durch AP-Stalling zu besiegen.

Stallbreaker II (Bürde)

Dieses Gengar-Set versucht weniger, gegnerische Staller handlungsunfähig zu machen, sondern nutzt viel mehr die Kombination aus Irrlicht und Bürde aus, um Stallern kolossalen Schaden zuzufügen. Bürde ist auch ohne Leben-Orb bereits stark genug, um zum Beispiel ein speziell defensives Skorgro oder ein verbranntes Tentantel mit nur zwei Treffern zu besiegen, während Gengar kaum Schaden nimmt. Dieses Gengar kann sowohl als Stallbreaker arbeiten als auch als Lategame-Sweeper, wenn möglichst alle Gegner unter einem Statusproblem leiden und gewaltige Schäden durch Bürde nehmen müssen. Bürde hat in diesem Fall die Stärke eines Draco Meteors eines Latios bei keinem einzigen negativem Effekt. Jedoch ist gerade Team-Support unglaublich wichtig, um möglichst viele Statusprobleme zu verteilen. Ein Delegator kann wieder problemlos gegen die vielen von Gengar gewallten Staller aufgesetzt werden und offensive Pokémon beschäftigen, während sie verbrannt oder in Fällen wie Latios oder Simsala gleich besiegt werden. Hypnose hingegen ist zwar unglaublich riskant und vor allem ungenau, kann jedoch unverbrennbare Gegner wie Heatran, Mega-Glurak X und Y oder Pixi ein Statusproblem verpassen und sie somit anfällig für Bürde machen und noch dazu für bis zu vier Züge aussetzen lassen. Bürde-Gengar ist eine mächtige Bedrohung für beinahe jeden Staller und sollte deshalb gleichzeitig sicher gespielt werden, um einen Sieg zu garantieren, als auch ziemlich offensiv, da es Stallteams kontinuierlich unter Druck setzen kann. Jedoch muss immer darauf Acht gegeben werden, dass dieses Gengar relativ ineffektiv ist, sollte es zwar alle Gegner verbrannt haben, jedoch besiegt werden, bevor es seine verbrannten Ziele mit Bürde aus dem Spiel nehmen kann. Aus diesem Grund sollte man als Spieler immer weitere Statusprobleme in der Hinterhand halten. Auch gegen offensivere Teams hat dieses Gengar im Vergleich zum klassischen Stallbreaker-Gengar sogar noch mehr zu kämpfen, da Bürde gegen gesunde Gegner eine unglaublich schwache Attacke ist und kaum ein Gegner Gengar lange genug leben lässt, um sowohl Irrlicht als auch Bürde einzusetzen. Hier können jedoch wieder mit Wahlitem auf Normal- oder Kampf-Attacken festgesetzte Gegner eine willkommene Möglichkeit sein, sowohl einen Switch-In zu verbrennen als auch um ihn dann mit Bürde aus dem Kampf zu nehmen. Auch kann Gengar einen physischen Angreifer mit seinem schnellen Irrlicht verbrennen, den Angriff deshalb (wenn auch meistens sehr knapp) überleben und dann auch diesen Gegner mit Bürde besiegen. Im schlimmsten Fall opfert sich Gengar gegen offensive Teams und verbrennt dabei einen Gegner oder versucht, ihn mit Hypnose einzuschläfern, falls es sonst keinen Nutzen mehr hat.

SubSplit

Dieses Gengar-Set kombiniert sowohl den Spezialangreifer als auch den Stallbreaker zu einem Set. Leben-Orb verstärkt auch hier wieder Spukball und die zweite Attacke enorm, um eine gefährliche offensive Präsenz zu zeigen, während ein Delegator gefahrlos gegen Staller aller Art aufgesetzt werden kann und vor vielem schützt. Jedoch nutzt dieses Gengar die Kosten des Delegators und den Rückstoß des Leben-Orbs für sich aus, um sich selbst auf besonders niedrige KP zu bringen und dann per Leidteiler wieder meistens sogar komplett voll zu heilen, während gegnerische Pokémon oft beinahe die Hälfte ihrer KP verlieren. Dieses Gengar kann sowohl gegen Stallteams als auch gegen komplett offensive Teams ziemlich gut bestehen und außerdem insbesondere Mega-Zobiris, das alle anderen Gengar-Sets besiegen kann, relativ gut in den Griff bekommen. Gerade gegen balancierte Teams, die sowohl defensive als auch offensive Pokémon nutzen, ist SubSplit-Gengar eine echte Bedrohung. Jedoch sind sowohl im Vergleich zu den Stallbreaker-Sets als auch zum Spezialangreifer viel mehr Ziele in den einzelnen Kategorien nicht abgedeckt. Insbesondere der fehlende Verhöhner macht sich hier gegen defensive Pokémon sehr bemerkbar, da Gengar Selbstheilungen zwar einerseits effektiv mit Leidteiler sowohl abschwächen als auch für sich nutzen kann, jedoch nicht komplett unterbinden kann, weshalb Gengar sich oft genug von Gegnern gewallt sieht, denen Gengar mit Spukball nicht genügend Schaden zufügen kann, weshalb es sich sehr oft auf den Spezial-Verteidigungs-Drop von Spukball verlassen muss. Die mögliche Vergiftung durch Matschbombe oder Schlammwoge hilft beim Kampf gegen Staller zwar enorm, jedoch muss dafür Fokusstoß und somit ziemlich viel Coverage gegen offensivere Gegner aufgegeben werden. Allgemein muss SubSplit-Gengar auch gegen offensive Pokémon aufpassen, da diese selten viele KP mit Leidteiler zurückgeben und somit nur per Spukball oder Coverageattacke angegriffen werden sollten.

SubDisable

Dieses Gengar-Set benutzt eine komplett andere, jedoch oft sehr effektive Herangehensweise. So blockt es mit Delegator einen Treffer der meistens stärksten Attacke des Gegners ab und kann selbige Attacke nächste Runde mit Aussetzer anschließend blockieren. Somit lässt es auch gleich den gegnerischen Zug ausfallen, falls dieser dieselbe Attacke nochmals einsetzen wollte. Nun wird der Gegner meistens entweder eine sehr schwache Attacke einsetzen müssen oder austauschen, wodurch sich Gengar einen weiteren und diesmal stabilen Delegator sichern kann. Gengar macht somit viele Gegner komplett hilflos und kann durch die ganzen freien Züge oftmals per Giftschleim auch wieder die Kosten für einen Delegator sicher hereinholen. Gengar ist hierbei besonders effektiv gegen Gegner, die entweder generell nur eine offensive Attacke beherrschen (z. B. Tentantel) oder aber bei denen die meisten Attacken von Gengars Typen geblockt werden (z. B. Mega-Glurak Y) oder schwache Kraftreserven sind. Besonders Nutzer von Wahlitems werden sofort auf Verzweifler gebracht und müssen ebenfalls auswechseln. Liegen Tarnsteine und bestenfalls auch Stacheln aus, verteilt Gengar durch den erzwungenen Wechsel massiven Schaden unter dem gegnerischen Team. Spukball und die Coverageattacke runden Gengars gefährliche Präsenz auf der offensiven Seite ab und sind umso effektiver, wenn sie hinter der Sicherheit eines Delegators oder bei erzwungenen Wechseln frei von irgendwelchen Nachteilen abgefeuert werden können. Auch wenn bei diesem Set der Verhöhner wieder fehlt, so kann Aussetzer als eine Form von Pseudo-Verhöhner nach einer Selbstheilungsattacke genutzt werden, um diese Form der Heilung sogar gleich für vier Züge zu unterbinden.

Wahlitem

Ein Wahlglas verschafft Gengar sofort eine brutale Stärke und macht seine Schlammwoge sogar noch stärker als eine Bürde des Bürde-Sets. Dieses Gengar bricht nicht nur mit brachialer Stärke durch viele offensive und defensive Bedrohungen gleichzeitig, sondern kann auch mit Trickbetrug beinahe jeden Staller lahmlegen. Spukball kann Mega-Zobiris brutal treffen, während Schlammwoge sogar Keldeo beinahe mit nur einem einzigen Treffer besiegt. Dieses Gengar kann wie das Spezialangreifer-Set als Revenge-Killer oder in eine wirkungslose Attacke gegen offensive Teams einwechseln und dann meistens sofort einen sicheren K.O. landen, während auch viele Staller seinen gefährlichen Attacken kaum etwas entgegenzusetzen haben und im Notfall einfach auf eine Attacke festgesetzt werden. Trotz aller Stärken hat auch Wahlglas-Gengar seine Schwächen, da es genau das Problem hat, das es sonst immer ausnutzt: Indem es sich auf eine Attacke festsetzt, gibt Gengar vielen Gegnern sehr gute Einwechselmöglichkeiten. Ein Wahlschal macht Gengar schneller als viele geboostete Gegner wie Austos oder Mega-Garados sowie beinahe jedes Wahlschal-Pokémon außer Wahlschal-Starmie, wobei es dann nicht mehr seinen bekannten gewaltigen Schaden zufügt.

Abgangsbund

Dieses Gengar kann beinahe immer ein K.O. erreichen, wobei es dafür meistens selbst besiegt wird. Dieses Set spielt sich ähnlich zu allen anderen Sets mit dem Unterschied, dass es im Idealfall einen zu starken Treffer mit 1 KP überlebt und anschließend seinen Gegner durch einen überraschenden Abgangsbund besiegt. Dieses Gengar-Set leidet vor allem unter Priorität sowie Hazards, kann jedoch extrem effektiv gegen starke und gleichzeitig enorm robuste Gegner wie Meistagrif oder Mega-Zobiris sein. Auch kann dieses Set etwas mit der Angst des Gegners spielen und ihn am angreifen hindern, da dieser Angst vor Abgangsbund hat. Dennoch sollte die wahre Identität des Sets bestenfalls geheim gehalten werden, um einen überraschenden und besonders sicheren Abgangsbund einzusetzen, während der Gegner Gengar besiegt. Gerade gegen Ziele wie Pixi, Morbitesse oder Mega-Zobiris, die bereits bis zu sechsmal Gedankengut ansammeln konnten, kann es sogar von Vorteil sein, wenn man seinen Fokusgurt bereits an Tarnsteinen verliert, da der Gegner dann meistens sofort mit voller Stärke angreift und von Abgangsbund mitgerissen wird. Außerdem kann dieses Set mit intaktem Fokusgurt als Revenge-Killer im Stil von Simsala wirken, indem es einen gefährlichen Angriff eines schnelleren oder geboosteten Gegners wie den Tiefschlag eines Caesurios mit Fokusgurt überlebt, um dann seinen Gegner im Gegenzug zu besiegen.

Status-Gengar (Doppelkampf)

Status-Gengar ist ein effektiver Lead im Doppelkampf mit dem Ziel die gegnerischen Leads zu verkrüppeln und so Wechsel zu forcieren, um das Momentum zu gewinnen.

Im aktuelle extrem physisch geprägten Meta eignet sich das extrem schnelle Irrlicht, um physische Angreifer zu verkrüppeln. Daneben wird Verhöhner verwendet, um gegnerische Status-Spammer aufzuhalten. Aufgepasst werden muss dabei jedoch gerade bei Voltolos-I, da es mit Strolch in der Lage ist, Gengar zuerst zu verhöhnen. Alternativ kann auch auf Eissturm zurückgegriffen werden, um die Initiative aller Gegner zu senken. Dies hat gleichzeitig den Vorteil, dass es nicht von Verhöhner betroffen ist. Neben diesen Moves wird entweder Spukball oder Matschbombe gespielt. Dies muss an Gengars Partner und Team angepasst werden, für gewöhnlich wird aber Spukball bevorzugt, da es mehr Pokémon mit normaler Effektivität trifft. Auf dem vierten Slot wird Schutzschild gespielt.

Durch den Fokusgurt ist Gengar fast immer in der Lage, beide gegnerischen Pokémon zu verkrüppeln, oder aber durch einen schnellen Abgangsbund einen Gegner mitzunehmen. Die EV werden auf Spezial-Angriff und Initiative gelegt, da bei diesem Set kein Wert darauf gelegt wird, dass Gengar lange durchhält, sondern es schnell sein soll und ggf. hart zuschlagen kann.

Durch seinen Typen kann Gengar in vieles eingewechselt werden, sollte es nicht als Lead gespielt werden. Aufgepasst werden muss jedoch bei dem häufig gespielten Mega-Kangama, da es vor der Mega-Entwicklung oftmals Rauflust als Fähigkeit hat, und so mit Mogelhieb den Fokusgurt brechen kann, was seinem Partner die Möglichkeit zu einem K.O. gibt. In diesem Fall sollte Gengar nicht leaden, sodass man die Mega-Entwicklung abwarten kann. Danach hat Kangama i.d.R. keine Möglichkeit mehr, Gengar zu schaden.