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Competitive Play

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der strategischen Spielweise von Pokémon. Viele Namen in diesem Artikel, sowie die Strategien selbst wurden von Spielern erfunden und sind somit inoffiziell.
Themenbereich
Kampf & Taktik bei Pokémon

KampfMehrfachkämpfe
Umkehrkampf
Himmelskampf
TeamsAttacken
WesenFähigkeiten
SchadenPriorität
AustauschenFlucht
ErfahrungLevel
Statuswerte
BasiswerteMaximalwerte
FP‎DV
CPStrategie-GlossarTier

Competitive Play (kurz: CP) ist der Oberbegriff für alle strategiebasierten Kämpfe in den Pokémon-Hauptspielen. Diese Kampfart ist hauptsächlich Teil von Onlinekämpfen oder Kampfturnieren und unterscheiden sich von den regulären Kämpfen der Hauptstory in folgenden Punkten:

  • Das Hauptziel besteht nicht darin, Erfahrungspunkte zu sammeln, sondern ein möglichst effizientes Team zusammenzustellen, das sich strategisch mit anderen Teams in (Turnier-)Kämpfen messen kann.
  • Die Kämpfe finden nicht gegen Computergegner, sondern gegen reale Spieler statt.
  • Alle Pokémon im Team werden auf ein gleiches Erfahrungslevel gestuft. Im Regelfall ist dies Level 50, aber auch Level 5, Level 30 oder Level 100 sind möglich.
  • Der aktive Einsatz von Items durch den Trainer ist verboten. Lediglich die Verwendung getragener Items ist möglich.
  • Der Spielstil ist generell Folge und kann nicht in Wechsel verändert werden.

Im Regelfall wird das CP erst nach Beendigung der Hauptstory betrieben, da hier ein großer Ressourceneinsatz, wie zum Beispiel spezielle Zucht-Pokémon oder seltene Kampfitems nötig sind.

Kampfeinrichtungen, wie die Kampfzone, das Kampfhaus oder der Kampfbaum, ähneln zwar von der generellen Herangehensweise dem CP, allerdings werden sie nicht zu diesem dazu gezählt, da man hier nicht gegen reale Menschen antritt. Ein wesentlicher Teil von CP-Kämpfen besteht nämlich darin, gegnerische Züge und Taktiken vorherzusagen (engl. predicten) und die eigene Strategie situativ darauf anzupassen.

Während das CP lange Zeit als reines Fandom galt, öffnet sich Nintendo den strategischen Online-Kämpfen in den letzten Jahren zusehends und unterstützt unter anderem mit dem Ausbau von Online-Kampfplätzen und Turnieren diese Spielweise von Pokémon. So wurden zum Beispiel 2017 die fehlenden Mega-Steine zu Pokémon Sonne und Mond früher an eine sehr breite Spielerschaft verteilt, die an offiziell veranstalteten Online-Turnieren teilnahmen. Die Video Game Championship (kurz: VGC) ist zusätzlich eine offizielle Pokémon-Turnierserie und wird seit 2009 jährlich von der Nintendo-Tochterfirma The Pokémon Company International (kurz: TPCi) organisiert. Hierbei kämpfen Pokémon-Spieler aus aller Welt um den offiziellen Weltmeistertitel. Im Vorfeld werden in einigen europäischen Ländern Landesmeisterschaften organisiert, bei denen die Sieger Einzug ins Finalturnier erhalten. Dieses finale Turnier, in dem europäische, amerikanische, japanische, koreanische und australische Landessieger aufeinandertreffen, wird üblicherweise in den USA (meist im August) ausgetragen. Neben der offiziellen Seite des Publishers gibt es im Internet zahlreiche Fan-Plattformen, die auch intern Online-Kampfturniere veranstalten.

Pokémon

Die Werte-Anzeige von Pikachu in Gen. 6

Anders als im regulären Spielverlauf liegt der Fokus in strategischen Kämpfen ausschließlich auf Pokémon mit möglichst maximierten Statuswerten. Des Weiteren stehen hier aber auch ein passendes Wesen, eine strategisch sinnvolle Verteilung der Fleiß-Punkte, sowie eine unanfällige Typenkombination oder effektive Fähigkeiten im Vordergrund. Aus diesem Grund sind wild gefangene Pokémon eher die Ausnahme in solchen Kampf-Teams, da nahezu alle Teammitglieder das Ergebnis ausgiebieger Zucht sind und somit auch besondere Zucht-Attacken beherrschen oder bis zu einem gewissen Grad legendär sind. Zusätzlich werden diesen auch noch über Attacken-Lehrer besondere Attacken beigebracht. Neben dem Erlernen exklusiver Zucht-Attacken, dient die Zucht hier aber auch dazu, die angeborene Ausprägung der natürlichen Statuswerte des jeweiligen Pokémon, die sogenannten Determinant Values, möglichst zu maximieren. Dies geschieht vorrangig seit der sechsten Generation durch das Zuchtitem Fatumknoten. Alternativen hierzu sind seit der siebten Generation Items wie der Gold- und Silberkronkorken. Zusätzlich werden die Eigenschaften jedes Teammitgliedes noch durch ein passendes, getragenes Item optimiert. Häufig verwendet werden hierbei vor allem der Leben-Orb, die Wahlitems Wahlband, Wahlglas und Wahlschal sowie Überreste, ebenso zählen Z-Kristalle und Mega-Steine zu den beliebteren Items. Abhängig von den Attacken und der Aufgabe des Pokémon werden aber auch andere Items verwendet.

Teambau

Grundlagen des Teambaus

Die Kampfbox in in der 6. Generation
Die Kampfbox in in der 7. Generation

Grundsätzlich wird ein Pokémon-Team im CP nicht als Summe seiner individuellen Teile, sondern als Ganzes betrachtet. Hierbei liegt der Fokus auf der Synergie zwischen den einzelnen Pokémon untereinander. So liegt jedem kompetetiven Teambau eine Hauptstrategie als Leitkonzept zugrunde, die durch die strategische Vergabe von Rollen an die jeweiligen Teammitgliedern realisiert wird und letztlich zum Sieg führen soll. Typische Beispiele für Hauptstrategien im klassischen, ausbalancierten Stil sind Sweeper oder Cores, durch die der Kampf in Form eines Sieges beendet werden soll. Ein Core ist das Kernstück in einem Team und besteht meist aus zwei bis drei miteinander harmonierenden Pokémon (Pokémon-Kombination), die die meisten, bestenfalls alle, viel benutzten Pokémon kontern. Die restlichen Rollen im Team werden im CP dann so verteilt, dass Sweeper oder Cores problemlos den Kampf für sich entscheiden können, ohne in ihrer Strategie und Spielweisen von gegnerischen Pokémon behindert oder sogar ausgespielt zu werden. Noch freie Teamplätze werden im Regelfall mit Glues besetzt. Diese halten das Team generell zusammen, imden sie allgemeine Schwächen in Bezug auf das gespielte Metagame, dem Kampfumfeld, abdecken. Somit stehen Glues nicht im direkten Bezug auf die verwendete Kampfstrategie, sondern gelten als generelle Reaktion auf allgemeine Spielweisen, die Lücken in der eigenen Strategie ausnutzen könnten.

Rollenverteilung von Pokémon und Einteilung in Oberkategorien

Jedem Pokémon kann mindestens eine Rolle zugeordnet werden, die es in einem Team wahrnehmen kann. Generell lassen sich diese Rollen in fünf Oberkategorien aufteilen.

Leads

Hierbei handelt es sich um Pokémon, die gezielt dafür mitgenommen werden, damit sie in der ersten Runde eingesetzt werden. Diese sollen einen Mehrwert für den anstehenden Kampf ergeben und legen zum Beispiel Hazards wie Tarnsteine aus. Unter einem Hazard oder Entry Hazards sind Attacken zu verstehen, die keinen direkten Einfluss auf das gegnerische Pokémon haben, sondern erst Wirkung zeigen, wenn der Gegner ein neues Pokémon einwechselt. Neben Tarnsteinen zählen hierzu auch die Attacken Stachler, Giftspitzen und Klebenetz. Alle Hazards können allerdings von gegnerischen Pokémon mit Turbodreher oder Auflockern wieder entfernt werden. In vielen Fällen weisen Leads eine hohe Initiative auf und tragen oftmals den Fokusgurt. Das Auslegen von Hazards soll dabei dafür sorgen, dass gegnerische Fokusgurte und Robustheiten negiert werden können und dass der Gegner beim Wechseln seine Pokémon schwächt, wodurch diese leichter zu besiegen sind.

Walls

Walls sind sehr defensive Pokémon mit hohem Verteidigungs- und/oder Spezial-Verteidigungs-Wert, auf die gegnerische Angriffe wenig bis gar nichts ausmachen können. Einige Walls sind zudem in der Lage, sich selbst zu heilen, außerdem werden oft Überreste beziehungsweise bei Gift-Pokémon Giftschleim verwendet, um die Langlebigkeit einer Wall zu erhöhen. Somit sind diese Pokémon in der Lage, dass Tempo eines Kampfes zu entschleunigen und können auch gegnerische Sweeper ausbremsen. Auch wenn Walls meistens nicht dazu ausgelegt sind, viel Schaden anzurichten, können sie meistens durch Attacken wie Toxin oder Irrlicht den Gegner kontinuierlich verletzen.

Wallbreaker

Wallbreaker sind offensive Pokémon, die gegnerischen Walls mit ihrem guten Angriffs- und Spezial-Angriffs-Wert so viel Schaden zufügen sollen, dass diese recht leicht von ihnen selbst oder vom Rest des Teams besiegt werden können. Klassische Items auf Wallbreakern sind das Wahlband und das Wahlglas, aber auch der Leben-Orb und Z-Kristalle werden verwendet, um den Schaden zu erhöhen. Auch Fähigkeiten, die den Angriff eines Pokémon erhöhen, werden von Wallbreakern gerne verwendet.

Sweeper

Sweeper sind ebenfalls sehr offensive Pokémon mit hohen Angriffswerten und einer hohen Initiative. Ihre Aufgabe ist es, nachdem gegnerische Checks und Konter aus dem Weg geräumt oder genügend geschwächt wurden, mit ihren hohen Angriffswerten große Teile des gegnerischen Teams aus dem Weg zu räumen und dadurch dem Kampf zu entscheiden. Durch ihre hohe Initiative soll sichergestellt werden, dass sie vom Gegner nicht überholt werden, denn viele Sweeper sind sehr fragil und halten nur wenige Attacken aus. Häufig können diese Pokémon auch nicht sofort hohen Schaden anrichten, sondern müssen sich erst mit Attacken, die ihre Statuswerte erhöhen, darauf vorbereiten. Diese Sweeper werden dann als Set-up-Sweeper bezeichnet.

Supporter

Supporter sind Pokémon, die das Team vor allem mit Status-Attacken auf verschiedene Weisen unterstützen. Dies geschieht entweder durch das Auslegen von diversen Schilden wie dem Reflektor, dem Lichtschild oder dem Auroraschleier oder durch das Herbeirufen von Wetter- oder Feldeffekten. Andere Spielweisen heilen das eigene Team durch Aromakur und Wunschtraum, während andere Supporter den Gegner durch Attacken wie Irrlicht oder Donnerwelle in eine schlechtere Ausgangssituation bringen oder die Kampfgeschwindigkeit durch Rückenwind oder Bizarroraum manipulieren.

Diese Oberkategorien sind dabei auf keinen Fall starre Rollen und es entstehen, je nach Pokémon, Graubereiche. Ferner lassen sich diese Kategorien auch noch in Unterkategorien, wie zum Beispiel in Setup-Sweeper unter den Sweepern, aufteilen. Eine genaue Auflistung aller Unterkategorien ist unter dem Strategie-Glossar zu finden.

Gängige Teamarten

Im oberen Grundlagenabschnitt wird der klassische, ausbalancierte Teambau beschrieben. Dieser ist auch unter dem Namen Balanced bekannt. Balanced stellt jedoch nur eine grundlegende Teambauweise dar und gilt unter vielen CP-Spielern als veraltet. Auf dessen Grundlage haben sich in den letzten Jahren weitere Teambauarten entwickelt, die andere Schwerpunkte als die ausbalancierte Teamart setzen.

Heavy Offense

Heavy Offense-Teams (kurz: HO) legen Schwerpunkt auf eine hohe Anzahl an Setup-Sweepern. Ein Lead legt hier Hazards aus, während fünf Setup-Sweeper (physisch oder speziell) den Gegner nach einer Wertesteigerung durchgängig angreifen und alle ähnliche Konter haben. So schwächen die Sweeper den Konter nach und nach vor, sodass später ein anderer Sweeper diesen dann besiegen und das gesamte Gegnerteam durchsweepen kann.

Hyper Offense

Hyper Offense-Teams (kurz: HyO) sind ähnlich aufgebaut wie Heavy Offense-Teams, allerdings werden hier nicht nur Setup-Sweeper, sondern auch Pokémon mit Wahlitems in der Offensive genutzt.

Bulky Offense

Bulky Offense-Teams (kurz: BO) sind generell sehr offensiv ausgelegt, wählen aber ausschließlich Pokémon, die neben guten Offensiv- zusätzlich auch gute Defensivwerte beziehungsweise viele Resistenzen besitzen. Ein klassisches Teammitglied dieser Teamart ist zum Beispiel Scherox.

Stall

Stall-Teams sind fast ausschließlich defensiv ausgerichtet und bestehen aus Pokémon mit ausgeprägten Verteidigungs- und KP-Werten. Die Strategie dieser Teamart besteht darin, weniger durch Offensivkraft, sondern durch Passivschaden in Form von Hazards, Statusveränderungen (z. B. Vergiftung) oder Wettereffekte wie Sandsturm oder Hagelsturm den Gegner kontinuierlich zu schwächen und letztlich zu besiegen. Parallel dazu wird selbst erlittener Schaden durch Heilattacken wieder regeneriert. Reine Stall-Teams haben aber große Probleme mit einigen Stallbreakern und sehr starken Sweepern.

Semi-Stall

Semi-Stall-Teams ähneln in ihrer Grundmechanik den Stall-Teams. Allerdings besitzen sie im Gegensatz zu diesen einen Revenger oder einen Bulky Sweeper mit recht ausgeprägten Defensivelementen.

Wetter

Teams, die sich rund um einen Wetter-Effekt aufbauen, werden als Wetter-Teams bezeichnet. Das Wetter wird im Regelfall von einem Pokémon mit den Fähigkeiten Hagelalarm, Sandsturm, Dürre, Endland, Niesel und Urmeer automatisch ausgelöst. Die Items Glattbrocken, Eisbrocken, Heißbrocken und Nassbrocken sorgen dafür, dass der Wettereffekt länger als fünf Runden andauert. Der Rest des Teams setzt sich dann zum Großteil aus Pokémon zusammen, die durch ihre Fähigkeit oder ihre Attacken einen Nutzen aus dem Wetter ziehen können. Dennoch werden ein bis zwei Stellen des Teams noch mit Pokémon besetzt, mit denen man auf Teams mit dem Fokus auf einem anderen Wetter oder Pokémon mit Wetter negierenden Fähigkeiten reagieren kann.

Trickroom

Trickroom-Teams (kurz: TR) sind rund um die Attacke Bizarroraum aufgebaut und bestehen meist aus zwei bis drei Pokémon, die diese Attacke beherrschen. Der Rest des Teams setzt sich aus sehr langsamen, aber trotzdem kräftigen Sweeper zusammen. Bizarroraum-Teams kontern Teams, die auf eine hohe Initiative setzen meist sehr gut, haben aber selbst Probleme gegen defensive Spielweisen. Der Schwachpunkt an dieser Spielweise liegt in den Runden, in denen der Bizarroraum endet und neu eingesetzt werden muss.

Baton Pass

Baton Pass-Teams (kurz: BP) sind rund um die Attacke Staffette aufgebaut und Leads geben hier ihre gesteigerten Statuswerte über diese Attacke an Sweeper weiter, die diese Wertesteigerung dann für ihren eigenen Angriff nutzen. Diese Teamart hat aber Probleme gegen Attacken wie Wirbelwind, Brüller, Drachenrute, Dunkelnebel oder Verhöhner, durch die eine Statuswerterhöhung durch Austausch negiert beziehungsweise durch Verhöhner gleich ganz unterbunden wird.

Strategischer Tausch

Jedem Spieler ist es möglich, sein aktives Pokémon gegen ein anderes Pokémon in seinem Team auszutauschen. Das neu eingewechselte Pokémon kann aber in der Runde, in der es eingewechselt wird, nicht angreifen und wird gegebenenfalls von einer gegnerischen Attacke getroffen, die vorher das ausgewechselte Pokémon angezielt hat. Ein Tausch wird im Regelfall also dann vollzogen, wenn das aktive Pokémon strategisch im Nachteil gegenüber dem gegnerischen Pokémon ist (z. B. Typenschwäche) und ein Austausch einen Vorteil generiert.

Im regulären Spielverlauf ist der Spielstil standardmäßig auf Wechsel eingestellt, sodass der Spieler nach jedem besiegten Pokémon gefragt wird, ob er sein aktives Pokémon austauschen möchte. Durch eine manuelle Umstellung im Optionen-Menü, regulär in Kampfstätten wie dem Kampfbaum und in Onlinekämpfen wird der Folge-Spielstil verwendet. In diesem setzt der Gegner automatisch ein neues Pokémon ein, ohne dass der Spieler nach einem Wechsel gefragt wird.

Für ein möglichst effizientes Spiel und dem optimalen Ausnutzen strategischer Vorteile, ist der Austausch von Pokémon ein wesentlicher Kern in kompetetiven Kämpfen. Aus diesem Grund sind Hazards wie beispielsweise Tarnsteine oder Giftspitzen von so großer Bedeutung. Einen weiteren Effekt haben hier aber auch Fähigkeiten wie Auswegslos, Wegsperre oder Magnetfalle, die ein strategisches Auswechseln verhindern. Je nach Kalkül des Tausches wird zwischen den drei Arten Konter, Check und Revenge unterschieden.

Kontern

Unter einem Konter ist ein risikofreies Einwechseln eines Pokémon zu verstehen, ohne dass sein Vorgänger dafür besiegt werden muss. Ein Konter kann also ohne das Risiko, besiegt zu werden, in jede Attacke des gegnerischen Pokémon einwechseln und kann dieses selber auch noch im direkten Zweikampf besiegen.

Checken

Ein Check wechselt ohne große Gefahr, besiegt zu werden, in die Attacken des gegnerischen Pokémon ein und hat die Chance, dieses Pokémon nach der Einwechslung zu besiegen. Im Gegensatz zum Kontern geht man beim Checken aber immer ein bestimmtes Grundrisiko beim Wechseln ein. Checks sind aber deshalb essentiell, da es unmöglich ist, immer einen Konter gegen jedes mögliche Pokémon des Gegners zu haben, weshalb das Einwechseln eines Checks stets auch ein Stück weit vom Glück oder der richtigen Prediction abhängig ist.

Revengen

Ein Revenger oder Revengekiller ist ein Pokémon, das ohne Risiko in den Kampf einwechselt wird, denn es wird hauptsächlich eingesetzt, wenn ein Pokémon aus dem eigenen Team besiegt wurde und der Revengekiller das geschwächte gegnerische Pokémon mit Sicherheit im direkten Zweikampf besiegen kann. Das Revengen ist oftmals mit einem höheren Initiative-Wert, einem Wahlschal oder einer Prioritätsattacke verbunden.

Turnierformate

→ Hauptartikel: Tier & Online-Turniere der 7. Generation
Das Vorschaubild der Online-Turniere des Pokémon Global Link

Da Pokémon über unterschiedliche Stärken und Schwächen verfügen und einige deutlich stärker als andere sind, wird von Fans eine Einteilung in Ränge (Tiers) statt, um die Variabilität der Teams zu erhalten und den Spielspaß zu garantieren. Ansonsten würden gewisse Pokémon (wie zum Beispiel Legendäre Pokémon) überproportional häufig eingesetzt.

Tier ist die Bezeichnung für die verschiedenen Ligen, in denen Pokémon-Kämpfe, vor allem Onlinekämpfe, ausgeführt werden. Jedes Pokémon wird einem dieser Tiers zugewiesen, abhängig davon, wie oft es in bestimmten Ligen benutzt wird. Daher hängt die Einstufung eines Pokémon nicht nur von den Statuswerten, sondern auch von dessen Movesets, Typenkombination und ähnlichen Faktoren ab, ebenfalls wird die Bewertung dadurch beeinflusst, wie das Pokémon gegen die anderen Pokémon in seinem Tier besteht. Die Zuweisung erfolgt jedoch nicht über Nintendo, sondern durch Fans, die sich viel mit dem Thema beschäftigen und ihre Erfahrungen im Internet veröffentlichen und ist demzufolge nicht offiziell oder von Nintendo anerkannt. Demzufolge gibt es auf unterschiedlichen Websites auch unterschiedliche Klassifizierungen. Die Tierliste, die von den meisten Fans benutzt wird, ist die der Smogon University. Spieler, die an Onlinekämpfen teilnehmen, richten sich gerne nach diesen Tiers, da durch diese Unterteilung faires Spielen möglich ist. Ursprünglich wurden die Tiers nach der Verwendungshäufigkeit der entsprechenden Pokémon auf Turnieren benannt, doch auf die heutige Zeit der Onlinekämpfe trifft das Ganze so nicht mehr zu, da viele Spieler bewusst in den unteren Tiers spielen. Für Anfänger ergibt sich aus der Tierlist eine Orientierungshilfe, aus der sie ableiten können, welche Pokémon besser sind als andere und welche Pokémon sie verwenden sollten. Die auf Smogon gängigen Tiers sind zur Zeit Uber, Overused, Underused, Rarelyused, Neverused, und PU.

Aber auch in den Onlineturnieren von Nintendo (wie zum Beispiel in den Turnieren zur Vorverteilung der Mega-Steine im Jahr 2017) findet eine Limitierung der Pokémon und somit die Schaffung eines eigenen Metagames statt. So waren in vielen dieser Turniere nur Pokémon aus dem Alola-Dex (Stand: Sonne und Mond) zugelassen. In anderen dieser Turniere durften zusätzlich Pokémon aus der Virtuellen Konsole teilnehmen, in anderen wie zum Beispiel dem Schwächen-Cup nur Pokémon mit mindestens fünf verschiedenen Schwächen. Items wie die Mega-Steine waren dagegen in den meisten dieser Turniere gebannt.